Kapha 🌍💧

Kapha

Heute geht es um Dosha, Kapha. Kapha ist der Zusammenschluss von Erde und Wasser. Diese Kombination kann man auch als „Leim“, der die Zellen zusammen hält, bezeichnen. Kapha birgt Stärke, Kraft und Stabilität in sich. Die Eigenschaften sind

  • kühl,
  • schwer
  • feucht
  • stabil
  • süß
  • weich
  • träge

Psychische und aus dem Gleichgewicht gebrachte Kapha Qualitäten sind das Anhaften an Menschen und Dingen, sexuelles Verlangen, Gier und Neid. Ist eine Balance vorhanden, so können tiefe Liebe und Ruhe hervortreten und es tritt eine Bereitschaft zur Vergebung hervor.

Kapha-reduzierende Ernährungswerte sind: leicht verdaulich, trocken und scharf. Unbedingt vermieden sollten kühlende, süße und fettige Dinge wie Milchprodukte, süßes Obst, Öle sowie Nüsse und Kerne.

Bevorzugt sollten viele Gewürze wie Chili, Agni Plus, Fünfgewürz, bitteres Gemüse und trockenes Getreide gegessen werden.

Kapha zeigt sich im Frühling, da es sich im Winter (also in der Vata-Zeit) angehäuft hat, nicht zuletzt durch die häufig süße, fettige, schwere Nahrung über den Winter. Und natürlich durch die Pollen, die im Frühling herum fliegen.

Pitta 🔥

Heute geht es um das Pitta Dosha.

Das Pitta Dosha steht für die Umwandlung und generell für Stoffwechselprozesse. Seine Eigeschaften sind

  • halb-ölig
  • durchdringend
  • heiß
  • scharf
  • leicht
  • sauer
  • fließend

Pitta reguliert die Verdauung, die Nahrungsassimilation  und die Körpertemperatur. Im Geiste fördert Pitta – sofern es sich im Gleichgewicht befindet – Intelligenz und Verständnis. Ist Pitta jedoch in Disbalance, so treten schnell seine „feurigen“ Emotionen wie Frustration, Hass, Kritik und Eifersucht auf. Um Pitta in Balance zu halten oder zu bekommen, ist es gut, Hitze zu meiden und sich – in Maßen – mit kühlen Getränken abzukühlen. Die Ernährung zum Ausgleich von Pitta sollte kühlende, bittere und süße Komponenten enthalten. Saures Obst hingegen, wie Zitrusfrüchte oder saure Beeren sollten gemieden oder zumindest eingeschränkt genossen werden. Auch Alkohol und scharfe Gewürze sollten mit Vorsicht genossen werden. Je heißer es draußen wird, desto mehr kommen diese Prinzipien zum tragen und können uns helfen, unseren Pitta-Anteil im Zaum zu halten. Menschen mit hohem Pitta-Anteil sollten sich die oben genannten Empfehlungen besonders zu Herzen nehmen. 

Vata 💨

Nachdem ich in meinem letzten Beitrag die Doshas vorgestellt habe, möchte ich nun genauer auf das Vata Dosha eingehen. 
Jedes Dosha bestitzt, wie bereits angedeutet, bestimmte, sogenannte Milieu-steuernden Eigenschaften, Gunas, welche bei Vata wie folgt sind:

  • beweglich
  • trocken
  • kalt
  • klar
  • rau
  • subtil
  • leicht

    Ein Mensch, der nun also viel Vata in sich trägt, kann durch gegenteilige Handlung und Nahrung Ausgleich bringen. 
    Das wären zum Beispiel ruhige Rituale, Meditation, oder das verzehren von regelmäßigen, warmen, gekochten Speisen. Sind diese dazu süß, sauer und salzig, so kann auch über den Geschmack das Vata reduziert werden. (Genaueres folgt hierzu noch).Mensch mit einem hohen Vata-Anteil sind häufig sehr kreativ, aber auch sprunghaft, weil ich Geist immer wieder neue Ideen entwirft, welchen der „Vata-Mensch“ dann gerne begeistert nacheifert… So kommt es auch nicht selten vor, dass solch ein Mensch dann vieles anfängt und nicht zu Ende bringt.

Was sind Doshas?

Wie entstehen eigentlich die sogenannten Doshas? Und was haben diese mit den Elementen zu tun?

Auf dem Bild sehen wir die 5 Elemente Äther, Wind, Feuer, Wasser, Erde und Äther. Aus Äther und Wind ergibt sich Vata – aus Feuer und Wasser ergibt sich Pitta und aus Wasser und Erde ergibt sich die Kapha Qualität.

Diese drei Doshas enthalten nun verschiedene Eigenschaften, Gunas. (Auf diese gehe ich ein anderes Mal genauer ein). Mit diesen Eigenschaften arbeitet Ayurveda, denn wir sprechen hier von einem allopathischen Gesundheitssystem.

Sprich, Trockenheit wird mit Feuchtigkeit behandelt, Schwere mit Leichtigkeit, Hitze mit Kälte usw. Nun ist jedes der Doshas nicht nur „materielle Energie“, sondern regelt darüber hinaus auch verschiedene Prozesse im Körper.

Vata wird als kinetisch-kataboles Prinzip verstanden, dass alle Transportprozesse im Körper regelt. Pitta steuert als thermisch-metabolisches Prinzip die Verdauungs- und Stoffwechsel- Prozesse. Kapha sorgt als strukturell- anaboles Prinzip für Synthese Speicherung und Struktur.

So bilden die drei Doshas im Ayurveda den Dreh- und Angelpunkt für Diagnostik und Therapie. Es gibt jedoch noch viele andere Faktoren und Prinzipien, die berücksichtigt werden müssen.